Stoppt den Anti­fe­mi­nis­mus der Grü­nen Frau­en – Gastbeitrag

2. Feb 2023

Gast­bei­trag Von Dr. Inge­borg Kraus

Zuerst vor­ge­tra­gen am 24. Sep­tem­ber 2022 auf der Demons­tra­ti­on „For our sis­ters“ von Rad­fem Berlin.

Zum zwei­ten Mal vor­ge­tra­gen auf der femi­nis­ti­schen Demons­tra­ti­on von Lasst Frau­en Spre­chen! vor dem Par­tei­tag der Grü­nen am 14. und 15. Okto­ber 2022

Zuerst ver­öf­fent­licht auf der Web­site von Dr. Inge­borg Kraus.

Ich bin seit über 20 Jah­ren Mit­glied der Grü­nen Par­tei. Eine Par­tei, die als ein­zi­ge einen Frau­en­sta­tut hat, was bedeu­tet, dass alle Ämter und Man­da­te min­des­tens zur Hälf­te mit Frau­en zu beset­zen sind. Min­des­tens jeder zwei­te Rede­bei­trag ist für Frau­en vor­be­hal­ten und sie haben Recht auf min­des­tens die Hälf­te der Rede­zeit. Es gibt ein Frau­en­rat, der über die Richt­li­ni­en der Frau­en­po­li­tik beschließt und den Bun­des­vor­stand berät. Jähr­lich gibt es eine Bun­des­frau­en­kon­fe­renz, wo die Poli­tik unter dem Aspekt der Frau­en­för­de­rung debat­tiert wird.

Mit die­sem Frau­en­sta­tut waren die Grü­nen extrem Fort­schritt­lich und haben sich die Recht­li­che Gleich­stel­lung der Frau­en in allen Berei­chen auf die Fah­ne geschrie­ben. Die Grü­ne Par­tei ist auch aus einer radi­ka­len Frau­en­be­we­gung her­aus ent­stan­den. Ihre Beharr­lich­keit Frau­en in der Poli­tik zu för­dern, hat sich auf jeden Fall gelohnt: Ins­ge­samt sind im Bun­des­tag nur 34,8% Frau­en ver­tre­ten, die Frau­en­quo­te bei den Grü­nen macht aber 59,3% aus, im Gegen­satz zur CDU/CSU, die nur 23,4% Frau­en­an­teil im Bun­des­tag auf­wei­sen kann.

Euch Grü­nen Frau­en haben wir zu ver­dan­ken, dass Ver­ge­wal­ti­gung in der Ehe heu­te eine Straf­tat ist, dass LGBT Main­stream wur­de, dass das kon­ser­va­ti­ve Fami­li­en­bild ins Wan­ken gekom­men ist, dass die Frau­en­quo­te nun auch ande­re Par­tei­en ein­füh­ren, etc.

Aber von die­sem Weg der kon­se­quen­ten Frau­en­för­de­rung seit ihr immer wie­der abge­kom­men. Die neue Gene­ra­ti­on von Grü­nen Frau­en pro­fi­tiert von dem Radi­ka­lis­mus der Grü­nen Frau­en der ers­ten Gene­ra­ti­on, sie betrei­ben aber kei­ne Poli­tik, die Frau­en gesamt­ge­sell­schaft­lich för­dert. Vie­le Aspek­te Eurer Frau­en­po­li­tik hilft euch zwar per­sön­lich gewis­se Ämter inner­halb der Par­tei zu ergat­tern, sie scha­det aber mas­siv vie­len Frau­en außer­halb der Partei.

Heu­te wür­den die Grü­nen Frau­en der ers­ten Gene­ra­ti­on hier an die­ser Stel­le ste­hen, an der Sei­te von Radi­kal Femi­nis­tin­nen und wür­den gegen eine Poli­tik pro­tes­tie­ren, die sexu­el­le Gewalt gegen Frau­en för­dert, ihre Errun­gen­schaf­ten in der Gleich­stel­lung gefähr­det und ihnen kei­ne Schutz­räu­me mehr garan­tiert. Heu­te wür­den Frau­en wie Petra Kel­ly hier ste­hen und demons­trie­ren und sagen: „Ihr habt uns verraten!“

Bis in die 90er Jah­re war­ben gewis­se Grup­pen der Grü­nen dafür, Pädo­phi­lie als selbst­be­stimm­te Lie­be zu betrach­ten. Ich selbst weiß, dass die­se Bestre­bun­gen ins­be­son­de­re auch von schwu­len Män­nern aus ging. Die Grü­nen Frau­en haben damals geschwie­gen. Die Abgrün­de sind tief ange­sichts die­ses Ver­sa­gens: Der Bericht einer Unter­su­chungs­kom­mis­si­on spricht von „bis zu 1000 Opfern“[1] die von Grü­nen Män­nern aus­ging. „Wir schä­men uns dafür“, sag­te Ber­li­ner Grü­nen Che­fin Bet­ti­na Jarasch. „Das Weg­schau­en sehen wir als insti­tu­tio­nel­les Ver­sa­gen“, fügt sie fort. „Wir bit­ten im Namen der Ber­li­ner Grü­nen um Ent­schul­di­gung“.[2]

Gera­de vor dem Hin­ter­grund die­ser Geschich­te der Grü­nen im Hin­blick auf das The­ma sexu­el­le Gewalt gegen­über Schutz­be­dürf­ti­gen erscheint es unglaub­lich, dass sie sich immer noch gegen das Nor­di­sche Modell[3] posi­tio­nie­ren, ein Modell, das sexu­el­le Gewalt benennt und been­den möchte.

Auf der dies­jäh­ri­gen Tagung des Bünd­nis­ses Nor­di­sches Modell, mein­te Iris Muth, Lei­te­rin des Refe­rats zur Bekämp­fung des Men­schen­han­dels und des Pro­sti­tu­ier­ten­schutz­ge­set­zes vom BMFS­FJ, „Die Eva­lua­ti­on des aktu­el­len Geset­zes zur Pro­sti­tu­ti­on sei Ergeb­nis­of­fen.“    Wie bit­te? Das von den Grü­nen ein­ge­führ­te Pro­stG im Jahr 2002 hat Deutsch­land zum Bor­dell Euro­pas wer­den las­sen! Das weiß mitt­ler­wei­le die gan­ze Welt! Schon 5 Jah­re nach Ein­füh­rung des Geset­zes haben For­schungs­er­geb­nis­se[4] belegt, dass es als geschei­tert galt.

Täg­lich wer­den tau­sen­de Frau­en sexu­ell aus­ge­beu­tet, miss­braucht, gede­mü­tigt, krank gemacht und trau­ma­ti­siert. Es gibt zig TV-Repor­ta­gen (Begin­nend mit „Bor­dell Deutsch­land“[5], ZDF, 2017) und Arti­kel (Bor­dell Deutsch­land, Spie­gel 2013[6]), die die men­schen­un­wür­di­gen Ver­hält­nis­se in der Pro­sti­tu­ti­on bele­gen. Es gibt mitt­ler­wei­le vie­le Betrof­fe­ne, Netz­wer­ke von Betrof­fe­nen, einen Deut­schen Rat von Betrof­fe­nen von Men­schen­han­del, die über die Gewalt spre­chen, die sie in der Pro­sti­tu­ti­on erlebt haben. Es gibt Sach­bü­cher, Web­sei­ten, Aus­sa­gen von Exper­tIn­nen, Tex­te, Vor­trä­ge und Bele­ge von Kri­mi­na­lis­ten, Recher­chen über Frei­er und Frei­er­fo­ren, Peti­tio­nen, Appel­le, die über die Miss­stän­de auf­klä­ren. All das wird von Euch Grü­nen Frau­en ignoriert!

Ihr scheint euch offen­sicht­lich nicht beson­ders dar­an zu stö­ren, da ihr wei­ter­hin an eurer Linie der selbst­be­stimm­ten Sex­ar­bei­te­rin und Pro­sti­tu­ti­on als Opti­on festhaltet.

Irgend­wann wird die Zeit kom­men, wo Grü­ne Poli­ti­ke­rIn­nen sich auch hin­sicht­lich des Pro­sti­tu­ti­ons­the­mas öffent­lich dafür ent­schul­di­gen wer­den müs­sen, um Ver­zei­hung bit­ten, das Weg­schau­en als insti­tu­tio­nel­les Ver­sa­gen der Par­tei bezeich­nen und sich dafür schä­men werden.

Mit der Bezeich­nung von Pro­sti­tu­ti­on als Beruf schüt­zen ihr Grü­nen Frau­en die „Rech­te“ eines ver­schwin­dend gerin­gen Teils von Frau­en, die sagen, dass sie sich ger­ne pro­sti­tu­ie­ren. Einen viel grö­ße­ren Teil von Frau­en, die auf Basis der Geset­zes­la­ge in das Sys­tem hin­ein­rut­schen – und nur sehr schwer wie­der her­aus­kom­men – und eine noch viel grö­ße­re Grup­pe, die sich an der sexu­el­len Aus­beu­tung von Frau­en berei­chern oder sich mit der größ­ten Selbst­ver­ständ­lich­keit sexu­ell befrie­di­gen, nehmt ihr Grü­nen Frau­en damit in Kauf. Sich hier hin­ter die­sen weni­gen Frau­en zu ver­ste­cken, die sich ihrer Aus­sa­ge nach ger­ne pro­sti­tu­ie­ren, und dar­aus eine Legi­ti­ma­ti­on für das gan­ze Gewer­be abzu­lei­ten ist zynisch. War­um könnt ihr es nicht ein­ge­ste­hen, dass das Gesetz von 2002 kom­plett falsch war, dadurch kata­stro­pha­le Zustän­de für die Frau­en ent­stan­den sind und das Gesetz nur den Aus­beu­tern und Tätern zu gute kam?

Die ehe­ma­li­ge Grü­ne Frau­en­po­li­ti­sche Spre­che­rin in BaWü Ulri­ke Mai­er[7], sagt zurecht, „dass es hier nichts nützt, sich hin­ter einer Dia­lek­tik zu ver­ste­cken, die jeder wirt­schafts­li­be­ra­len Par­tei gut anste­hen wür­de. Frau­en für Geld sexu­ell zu miss­brau­chen, die meist vor allem arme Frau­en sind, die hier über­haupt kei­ne Chan­cen haben, ist abso­lut men­schen­ver­ach­tend. Par­tei­en, die dafür das öko­no­mi­sche Umfeld schaf­fen, sind es in die­sem Punkt lei­der auch.“

Und für die­je­ni­gen, die Pro­sti­tu­ti­on immer noch als „Beruf“ betrach­ten und sie mit Fri­seur­sa­lons oder Nagel­stu­di­os ver­glei­chen, um Pro­sti­tu­ti­on und Bor­del­le zu legi­ti­mie­ren, soll­ten vie­le ein­mal einen Blick in Frei­er­fo­ren wer­fen, so San­dra Norak[8], Juris­tin und Grün­de­rin des Deut­schen Rates von Betrof­fe­nen von Men­schen­han­del.[9]

 

Hier nur ein Bericht eines Frei­ers über einen Besuch in einem Bor­dell (Freu­den­haus Hase), das mitt­ler­wei­le auch das sog. Güte­sie­gel vom BSD bekom­men hat, das u.a. besa­gen soll, dass die Frau­en „selb­stän­dig und selbst­be­wusst“ in einem sol­chen Bor­dell mit Güte­sie­gel arbeiten:

„Zur Action: Nach kur­zer Waschung fängt sie an zu Bla­sen, nicht schlecht, aber viel zu kurz. Mit viel wohl­wol­len waren das nicht mehr als 2 Minu­ten! FO fürn Arsch. Naja gut, aber ich habe ja auch nichts gesagt. Dann den klei­nen gum­miert und gefickt. Erst sie rei­tend, dann in der Mis­sio. Ohne Bean­stan­dun­gen meinerseits. 

Dann hat­te ich aber Bock auf ihren süßen Arsch und führ­te den ers­ten Fin­ger ein. Sie: „Willst du Arsch­fi­cken?“ Aber immer doch. Also Gleit­mit­tel auf Arsch­loch und Pim­mel und lang­sam in sie ein­ge­drun­gen. Sie japs­te und wim­mer­te zwar, doch hielt trotz immer hef­ti­ger wer­den­der Stö­ße gut dage­gen. Ihr jam­mern und Gestöh­ne wur­de lau­ter, aber für das man­gel­haf­te Bla­sen mach­te ich ein­fach wei­ter bis ich fer­tig war. Fer­tig war sie dann auch… Sicht­lich mit­ge­nom­men wusch Sie sich danach am Wasch­be­cken und bot mir noch eine Mas­sa­ge an…“[10]

In der Pres­se­mit­tei­lung des BSD zur Vor­stel­lung des Güte­sie­gels vom 24.08.2017 wur­de das Freu­den­haus Hase zitiert: „Freu­den­haus Hase: „Ver­mehrt fra­gen Kun­den, ob die Sexarbeiter*innen selb­stän­dig und selbst­be­wusst arbei­ten. Selbst­ver­ständ­lich! Das Güte­sie­gel gibt jetzt die Bestätigung.“

Sol­che Sys­te­me auf­recht zu erhal­ten, die sexu­el­le Gewalt ver­schlei­ern und damit erlau­ben, kann nicht im Inter­es­se einer Par­tei sein, die dem Grund­ge­setz ver­pflich­tet ist und in ihrer Sat­zung ein Frau­en­sta­tut ver­an­kert hat.

Es ist gut, dass die Grü­nen Poli­ti­ke­rin Rena­te Kün­ast erfolg­reich gegen Hass­kom­men­ta­re gegen sie im Netz geklagt hat[11]. In der Pro­sti­tu­ti­on erhal­ten Frau­en jedoch kei­nen Schutz vor sol­chen Hass-Pos­tings, ob in Frei­er­fo­ren[12] oder auf Bor­dell­sei­ten. Ganz im Gegen­teil, sie wer­den dort unzäh­li­ge Male auf übels­te Art beschämt und degra­diert. Die­se Frau­en kön­nen sich im Gegen­satz zu Frau Kün­ast kei­nen Anwalt leis­ten, um dage­gen vor­zu­ge­hen. Nein, sie haben Angst vor die­sen Män­nern, die oft gar kei­nen Hehl dar­aus machen sie anschlie­ßend nega­tiv zu bewer­ten, wenn die „Dienst­leis­tung“ nicht gut für sie war, mit dem Wis­sen, dass die Frau­en dann von den Bor­dell­be­trei­bern und Zuhäl­tern mit Druck und Gewalt zu rech­nen haben. Die­se Frau­en haben kei­nen Schutz. Sie müs­sen sich größ­ten­teils den Tätern sexu­ell aus­lie­fern und sich ihrer Macht unter­wer­fen, in der Hoff­nung im Netz nicht öffent­lich gede­mü­tigt zu werden.

Die­ses Gesetz hat es mög­lich gemacht, dass auf ganz lega­le Wei­se, Orga­ni­sa­tio­nen wie „Trans­sexworks“, die Not von geflüch­te­ten Frau­en aus der Ukrai­ne aus­nutzt, indem sie ihnen „Hil­fe“ mit „Sex­ar­beit“ und dem Ein­stieg in die Pro­sti­tu­ti­on anbie­ten[13]. Das ist kein Fort­schritt. Das ist auch kei­ne wer­te­ge­lei­te­te femi­nis­ti­sche Poli­tik. Das ist Ver­rat an den Frauenrechten!

Die Grü­nen Frau­en tra­gen eine his­to­ri­sche Ver­ant­wor­tung in der Ein­füh­rung und der Ver­tei­di­gung eines Geset­zes, das die vul­nerabels­ten Frau­en auf lega­le Wei­se in der Pro­sti­tu­ti­on sexu­ell aus­beu­ten lässt. Es ist Zeit, dass die Grü­nen mit die­ser Poli­tik auf­hö­ren. Es ist Zeit, dass die Grü­nen sich posi­tio­nie­ren und einen Rich­tungs­wech­sel ein­schla­gen. Mit einer Pro-Pro­sti­tu­ti­ons-Poli­tik kata­pul­tie­ren die Grü­nen Ihre gesam­te Frau­en­po­li­tik ins Mit­tel­al­ter und machen ihre Par­tei zu einer erfolg­rei­chen Lob­by-Grup­pe der Frei­er, Zuhäl­ter und Bordellbetreiber.

Aber anstatt nun end­lich Feh­ler ein­zu­ge­ste­hen und die Rich­tung zu wech­seln, was machen die Grü­nen Frau­en? Sie tüf­teln ein neu­es Gesetz aus, ohne des­sen tief­grei­fen­de nega­ti­ve Fol­gen für Frau­en zu beach­ten. Mit dem Pro­sti­tu­ti­ons­ge­setz haben sie sexu­el­le Gewalt gegen Frau­en in der Pro­sti­tu­ti­on straf­los gemacht. Mit der Self-ID, wer­den sie Frau­en unsicht­bar machen und alle Gleich­stel­lungs-Errun­gen­schaf­ten sowie Schutz­räu­me für Frau­en auflösen.

Stoppt die­sen Anti-Femi­nis­mus der Grü­nen Frauen!

Peti­ti­on von Dr. Inge­borg Kraus gegen Sexkauf

https://www.change.org/p/sexkauf-bestrafen-prostitution-abbauen/u/30975706

Stop Sexkauf

 

Lite­ra­tur­ver­zeich­nis:

[1]https://gruene.berlin/sites/gruene-berlin.de/files/benutzer/henriette.kluge/bericht_komm_aufarbeitung_gruene_berlin_.pdf

[2]Tagesspiegel, Pädo­phi­lie­be­richt des Ber­li­ner Lan­des­ver­ban­des. 20.05.2015. https://www.tagesspiegel.de/berlin/paedophiliebericht-des-berliner-landesverbandes-gruenen-vorsitzende-bettina-jarasch-entschuldigt- sich-fuer-institutionelles-versagen/11798992.html

[3]Dr. Inge­borg Kraus, Das Nor­di­sche Modell zu Pro­sti­tu­ti­on, ein Per­spek­tiv­wech­sel zum Schutz der Men­schen­wür­de, 2021. https://www.trauma-and-prostitution.eu/wp-content/uploads/2020/09/Das-nordische-Modell-pdf‑1.pdf

[4]Kavemann/Rabe, Das Pro­sti­tu­ti­ons­ge­setz. Aktu­el­le For­schungs­er­geb­nis­se.2009, Bar­ba­ra Bud­rich Verlag.

[5]ZDF-Dokumentation, Bor­dell Deutsch­landvon Chris­ti­an Stra­cke, 2017. https://www.spiegel.de/kultur/tv/bordell-deutschland-ueber-prostitution-im-zdf-eine-gewaltige-doku-a-1177716.html

[6]Spiegel, 2013, Bor­dell Deutsch­land. Wie der Staat Frau­en­han­del und Pro­sti­tu­ti­on för­dert.https://www.spiegel.de/spiegel/print/index-2013–22.html

[7]Ulrike Mai­er hat 2013 den Karls­ru­her Appell für eine Gesell­schaft ohne Pro­sti­tu­ti­on geschrie­ben. 2005–2010 Frau­en­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Grü­nen in Baden-Würt­tem­berg. https://karlsruherappell.com

Aus­zug:Der Karls­ru­her Appell wur­de von zwei Frau­en ver­fasst, die es nicht mehr mit anse­hen kön­nen, wie in einem der reichs­ten Län­der der Welt, in einem Land, das stolz ist auf die Chan­cen­gleich­heit von Män­nern und Frau­en, in einem Land, in dem Ras­sis­mus und die Benach­tei­li­gung von Rand­grup­pen ver­pönt sind, viel zu vie­le Men­schen, die sich ein Leben in Wür­de wün­schen, in der Pro­sti­tu­ti­on landen.

Wir wol­len nicht mehr mit anse­hen, wie ein Groß­bor­dell nach dem ande­ren ent­steht, Zuhäl­ter sat­te Gewin­ne ein­ste­cken und sich als seriö­se Geschäfts­leu­te aus­ge­ben obwohl sie ihr Geld mit der sexu­el­len Aus­beu­tung von Men­schen ver­die­nen.Wir haben unse­re Söh­ne und Töch­ter in dem Ver­ständ­nis groß­ge­zo­gen, dass Frau­en und Män­ner sich auf Augen­hö­he und in gegen­sei­ti­gem Respekt begeg­nen. Wir haben ihnen bei­gebracht, dass man die Not­si­tua­ti­on von Schwä­che­ren nicht aus­nutzt. Wir haben ihnen erklärt was Men­schen- und Frau­en­rech­te sind. Wir weh­ren uns dage­gen, dass sie jetzt in einer Gesell­schaft leben, die den Aus­wir­kun­gen der Libe­ra­li­sie­rung der Pro­sti­tu­ti­on nichts entgegensetzt.“

[8]Die Rechts­wis­sen­schaft­le­rin und Grün­de­rin von Ge-STAC San­dra Norak:https://ge-stac.com/ge-stac-wer-sind-wir/

[9]Ge-STAC: Germany´s Sur­vi­vors of Traf­fi­cking and Explo­ita­ti­on Advi­so­ry Coun­cil: https://ge-stac.com

[10]Lusthaus, Das lus­ti­ge Ero­tik­fo­rum ohne Zen­sur. https://huren-test-forum.lusthaus.cc/showthread.php?t=161949

[11]Frankfurter Rund­schau, Kün­ast erzielt Teil­erfol­ge gegen Hass­pos­tings. 22.01.2020. https://www.fr.de/politik/kuenast-urteil-keine-ermittlungen-gegen-richter-anzeige-gegen-anwaeltin-13052895.html

[12]Die unsicht­ba­ren Män­ner – über 350 Zita­te deut­scher Frei­er aus den Jah­ren des lega­li­sier­ten Sexkaufs – Fast aus­schließ­lich über lega­le Pro­sti­tu­ti­ons­stät­ten. https://dieunsichtbarenmaenner.wordpress.com/tag/freier/

[13] Screen­shots von der Sei­te Trans­sexworks:  https://www.instagram.com/p/CbasdSLMGOw/?utm_source=ig_web_copy_link

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