For­mel­le Beschwer­de der LGB Alli­ance bei der UNO – Wir haben unterzeichnet

22. Jan 2023

Die Initia­ti­ve „Lasst Frau­en Spre­chen!“ unter­stützt die for­mel­le Beschwer­de der LGB Alli­ance an die UNo auf­grund des SOGI-Exper­ten Vic­tor Madrigal-Borloz

Die LGB Alli­ance UK hat am 10. Janu­ar eine for­mel­le Beschwer­de bei dem Prä­si­den­ten des UN-Men­schen­rechts­ra­tes ein­ge­reicht. Grund dafür ist das Ver­hal­ten des unab­hän­gi­gen Exper­ten für SOGI, Vic­tor Madri­gal-Bor­loz.

Vic­tor Madri­gal-Boros ist unab­hän­gi­ger Exper­te der UN zum Schutz vor Gewalt und Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund der sexu­el­len Ori­en­tie­rung oder der „Geschlechts­iden­ti­tät“ (SOGI).

Die Initia­ti­ve „Lasst Frau­en Spre­chen!“ hat die­se Beschwer­de am 22. Janu­ar 2023 unterzeichnet.

Aus­schnit­te aus dem Anschrei­ben der LGB Alliance

Wir haben heu­te an den ange­hen­den Prä­si­den­ten des UN-Men­schen­rechts­ra­tes geschrie­ben und eine lan­ge und detail­lier­te Beschwer­de über das Ver­sa­gen des unab­hän­gi­gen Exper­ten für SOGI, Vic­tor Madri­gal-Bor­loz, bei der Erfül­lung sei­nes Man­da­tes eingelegt.

 

Die voll­stän­di­ge [eng­li­sche] Fas­sung unse­rer Beschwer­de fin­den Sie unter: https://bit.ly/formal-complaint-to-un

 

Kurz gesagt: Herr Madri­gal-Bor­loz drängt die Län­der zur Ein­füh­rung der Gen­der-Self-ID (geschlecht­li­chen Selbst­iden­ti­fi­zie­rung) und setzt sich für das akti­vis­ti­sche Mani­fest, das als Yog­ya­kar­ta-Prin­zi­pi­en bekannt ist, ein, anstatt sei­ne Arbeit zu machen. Er igno­riert weit­ge­hend den „SO“-Teil sei­nes Man­da­tes. Er hat kei­nen Plan vor­ge­schla­gen, um der Kri­mi­na­li­sie­rung von gleich­ge­schlecht­li­chen Bezie­hun­gen in 69 Län­dern ent­ge­gen­zu­wir­ken. Er hat kei­nen Plan vor­ge­schla­gen, um der welt­wei­ten Dis­kri­mi­nie­rung und Gewalt, die sich gegen Men­schen mit gleich­ge­schlecht­li­cher sexu­el­ler Ori­en­tie­rung rich­tet, ent­ge­gen­zu­wir­ken. Er besteht wie­der­holt dar­auf, dass die geschlecht­li­che Selbst­iden­ti­fi­zie­rung kei­ne Gefahr für die Rech­te von LGB-Per­so­nen und Frau­en dar­stellt, obwohl das Gegen­teil umfas­send belegt ist. Er weist nicht nur die ihm vor­ge­leg­ten Fak­ten zurück, son­dern stellt auch das Recht falsch dar und behaup­tet so fälsch­li­cher­wei­se, inter­na­tio­na­le Men­schen­rechts­ge­set­ze wür­den die Ein­füh­rung der geschlecht­li­chen Selbst­iden­ti­fi­zie­rung vor­schrei­ben. Er hat sich ver­pflich­tet, die bei ihm ein­ge­hen­den Ein­rei­chun­gen zu ver­öf­fent­li­chen, jedoch ver­öf­fent­licht er nicht die Ein­sen­dun­gen von LGB-Grup­pen, die die Ideo­lo­gie der Geschlechts­iden­ti­tät ableh­nen, da er die­se offen­bar für „hass­erfüllt“ hält.

 

Unser Brief an den Prä­si­den­ten des Men­schen­rechts­ra­tes schließt mit den Worten:

„Es mag sein, dass Sie mit den Ansich­ten von Vic­tor Madri­gal-Bor­loz sym­pa­thi­sie­ren oder sie als fort­schritt­lich erach­ten. Wenn dem so ist, möch­ten wir Fol­gen­des hin­zu­fü­gen: Men­schen, die zu Per­so­nen des glei­chen Geschlechts hin­ge­zo­gen sind, sind welt­weit Dis­kri­mi­nie­rung und Gewalt aus­ge­setzt – unab­hän­gig von ihren Über­zeu­gun­gen. Das ist sicher­lich einer der Haupt­grün­de für die Schaf­fung des SOGI-Man­da­tes. Wir ver­tre­ten schwu­le, les­bi­sche und bise­xu­el­le Men­schen, von denen man anneh­men könn­te, dass sie den Schutz des SOGI-Man­da­tes ver­die­nen. Aus allem, was Vic­tor Madri­gal-Bor­loz sagt und tut, wird jedoch deut­lich, dass er uns nur dann für sei­ner Auf­merk­sam­keit wür­dig hält, wenn wir die Man­tras auf­sa­gen: ‚Trans­frau­en sind Frau­en, Trans­män­ner sind Män­ner, nicht-binä­re Iden­ti­tä­ten sind vali­de.‘ Das ist ein Glau­bens­sys­tem. Es ist völ­lig unab­hän­gig von der sexu­el­len Ori­en­tie­rung. Wir tei­len die­ses Glau­bens­sys­tem nicht. Unse­re sexu­el­le Ori­en­tie­rung hat nichts damit zu tun, wie sich jemand iden­ti­fi­ziert. Bit­te las­sen Sie uns wis­sen, ob die Ver­ein­ten Natio­nen inzwi­schen der Ansicht sind, dass les­bi­sche, schwu­le und bise­xu­el­le Men­schen, die sich nicht zu die­sem Glau­bens­sys­tem beken­nen, kei­nen Schutz­an­spruch vor den Ver­ein­ten Natio­nen mehr haben. Es wäre gut, zu wis­sen, ob wir immer noch zur glo­ba­len Fami­lie der Ver­ein­ten Natio­nen gehö­ren oder nicht.“

 

Wenn Sie Ihren Namen oder den Namen Ihrer Orga­ni­sa­ti­on die­ser Lis­te hin­zu­fü­gen möch­ten, gehen Sie bit­te zu: https://docs.google.com/forms/d/1Y7lR8d6rvhiZtg07hzgGmE6mffk-JXgsHbrkBkZuddk/edit

Bild:
UN Pho­to / Jean Marc Fer­ré
Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0
Vic­tor Madri­gal-Bor­loz Inde­pen­dent Expert on pro­tec­tion against vio­lence and dis­cri­mi­na­ti­on based on sexu­al ori­en­ta­ti­on and gen­der iden­ti­ty (SOGI) pre­sent the report on his mis­si­ons to Geor­gia and Mozam­bi­que during 41st Ses­si­on of the Human Rights Coun­cil. 24 june 2019.

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