Offe­ner Brief in Soli­da­ri­tät mit Eva Engel­ken #Wir­Fuer­E­va

10. Sep 2023

Am 13. Sep­tem­ber wird die Grü­nen-Poli­ti­ke­rin, Juris­tin, und Frau­en­rechts­ak­ti­vis­tin Eva Engel­ken in den Stadt­rat Mön­chen­glad­bach nach­rü­cken. Zu die­sem Ter­min wur­de eine Pro­test­kund­ge­bung „gegen Trans­feind­lich­keit“ ange­mel­det, die sich auch gegen Evas poli­ti­sches Enga­ge­ment wen­det, sie als trans­feind­lich ver­un­glimpft und das Ziel ver­folgt, Eva am Aus­üben ihres Man­dats zu hin­dern. Wir zei­gen uns soli­da­risch mit Eva und ver­öf­fent­li­chen an die­ser Stel­le einen offe­nen Brief als Gast­bei­trag zu ihrer Unterstützung.

Wenn Ihr eben­falls unter­zeich­nen wollt, mel­det Euch bit­te unter info@lasst-frauen-sprechen.de

Bit­te teilt die­sen Bei­trag in Euren Netz­wer­ken weit­räu­mig und ruft mit dem Hash­tag #Wir­Fuer­E­va zur Mit­un­ter­zeich­nung auf. Vie­len Dank!

Bereits 200 Unter­zeich­ne­rin­nen und Unterzeichner

Vie­len Dank und teilt die­sen Bei­trag gern wei­ter mit dem Hash­tag #Wir­Fuer­E­va

Offe­ner Brief an

Felix Hein­richs, Oberbürgermeister der Stadt Mön­chen­glad­bach
Jose­phi­ne Gau­sel­mann (SPD), Ers­te Bürgermeisterin
Petra Hei­nen-Dau­ber (CDU), Zwei­te Bürgermeisterin
Hans-Josef Sie­mes (Grüne) Drit­ter Bürgermeister
Die Mit­glie­der des Rates der Stadt Mönchengladbach

Bun­des­weit, 10.09.2023

Sehr geehr­ter Herr Hein­richs, sehr geehr­te Frau Gau­sel­mann, sehr geehr­te Frau Hei­nen-Dau­ber, sehr geehr­ter Herr Siemes,

mit Besorg­nis neh­men wir die Begleit­um­stän­de zur Kennt­nis, unter denen Eva Engel­ken in den Rat der Stadt Mön­chen­glad­bach nachrückt. Wir neh­men Bestre­bun­gen wahr, dass eine demo­kra­tisch gewähl­te und unta­de­li­ge Bürgerin Ihrer Stadt an der Ausübung ihres Man­dats gehin­dert wer­den soll. Wir ste­hen einer kon­tro­ver­sen Debat­te in der Sache auf­ge­schlos­sen gegenüber, aber das, was von Par­tei­en und par­tei­na­hen Orga­ni­sa­tio­nen wie Grüner Jugend, Jusos und lin­ker Par­tei über Eva Engel­ken geäu­ßert wird, ist Ruf­schä­di­gung und hat mit einer sach­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung nichts mehr zu tun.

Wer wir sind

Wir sind Frau­en, Mütter, Les­ben und sie unterstützende Män­ner. Wir wen­den uns gegen die um sich grei­fen­de Miso­gy­nie, Homo­pho­bie und die Miss­ach­tung des Kin­des­wohls. Wir neh­men frau­en­ver­ach­ten­des Ver­hal­ten, das Can­celn von Mei­nun­gen im Rah­men der Mei­nungs­frei­heit und unde­mo­kra­ti­sche Umtrie­be wahr, wo wir sie sehen, und pran­gern die­se an. Wir kom­men aus allen Regio­nen Deutsch­lands und beu­gen uns kei­ner Willkür, egal in wel­chem Gewand sie daher­kommt, und kei­ner Ideo­lo­gie, auch nicht der Geschlechtsidentitätstheorie.

Aktu­el­ler Anlass unse­res Brie­fes: Auf­ruf zur Kund­ge­bung gegen Eva Engelken

Am 6. Sep­tem­ber ver­öf­fent­lich­te der CSD Mön­chen­glad­bach e.V., ver­tre­ten durch Dirk Porucki und Nadi­ne John-Reu­en, einen Auf­ruf zu einer „Kund­ge­bung gegen Trans­feind­lich­keit“. Im Fokus die­ses Auf­rufs, der im Online­me­di­um Queer.de wei­ter ver­brei­tet wur­de: https://www.queer.de/events_detail.php?event_id=7109, wird nament­lich Frau Eva Engel­ken, nachrückendes Stadt­rats­mit­glied der Grünen Mön­chen­glad­bach, als trans­feind­lich gebrand­markt, die „noch“ Grünenmitglied sei. Gleich­zei­tig wird damit in Zusam­men­hang gestellt, dass für „Transfeind*innen und TERFS“ in Mön­chen­glad­bach kein Platz sei. Es wird dazu auf­ge­ru­fen, sich vor der nächs­ten Stadt­rats­sit­zung am 13. Sep­tem­ber zu ver­sam­meln, den Auf­ruf zu ver­brei­ten, um „ein Zei­chen gegen Trans­feind­lich­keit und für Men­schen­rech­te zu stellen“.

Um genau was zu tun? Das fra­gen wir uns besorgt!

Welt­weit wer­den Frau­en, die sich gegen die demo­kra­tie- und men­schen­feind­li­che Gen­der­iden­ti­täts­ideo­lo­gie weh­ren, zuneh­mend gewalt­tä­tig angegriffen.

Demoaufruf

Demo­auf­ruf des CSD Mön­chen­glad­bach auf Instagram

Der Begriff „TERF“ ist eine Belei­di­gung gegen Frauen

Der Begriff „TERF“ ist eine straf­ba­re Belei­di­gung von Frau­en. Das hat das Land­ge­richt München im August 2023 fest­ge­stellt. Der Begriff TERF trans­por­tie­re „ein abso­lu­tes Feind­bild abseits jedes sach­lich oder auch pole­misch aus­ge­tra­ge­nen Dis­kur­ses“ und die­ne „pri­mär der Ver­ächt­lich­ma­chung und – kon­kret phy­si­schen – Einschüchterung“. Frau­en sol­len damit als „Ver­tre­ter einer ille­gi­ti­men Hal­tung von vorn­her­ein als per­sön­lich dis­qua­li­fi­ziert aus dem demo­kra­ti­schen Mei­nungs­kampf aus­ge­schlos­sen werden.“

WELT-Arti­kel, „Radi­ka­ler Trans­ak­ti­vis­mus vor Gericht“
https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus246932594/TERF-Urteil-Radikaler-Transaktivismus-vor-Gericht.html

Exx­press-Arti­kel
https://exxpress.at/gruene-trans-politikerin-verlor-vor-gericht-terf-beschimpfungen-nun-untersagt/?fbclid=IwAR3GE1gw9j8UavFrsGsqFxXFr47d9Xyp6MuVdKmtIeSF-8h4wkk0ooikGh0

Mit­glie­der des CSD Mön­chen­glad­bach bezeich­nen Eva Engel­ken als TERF

Den Begriff TERF ver­wen­den auch die Initia­to­ren des Auf­rufs gegen Eva Engel­ken. Damit ist beab­sich­tigt, sie ver­ächt­lich zu machen, um eine Aus­ein­an­der­set­zung zu verhindern!

In die­ser Stel­lung­nah­me hat Reem Alsa­lem, UN-Son­der­bot­schaf­te­rin für Gewalt gegen Frau­en genau die­ses Ver­hal­ten gegenüber Frau­en, die sich für Frau­en­rech­te ein­set­zen, geta­delt: https://www.ohchr.org/en/press-releases/2023/05/allow-women-and-girls-speak-sex-gender-and-gender-identity-without

Eva Engel­kens Kri­tik an der Gen­der­iden­ti­täts­ideo­lo­gie ist begründet!

Das „Selbst­bestim­mungs­gesetz (SBGG)“ wur­de am 23. August im Kabi­nett beschlos­sen und soll das Trans­se­xu­el­len Gesetz erset­zen. Es sieht vor, dass jeder Mensch sei­nen Geschlechts­ein­trag durch blo­ße Selbst­aus­kunft beim Stan­des­amt ändern kann. Das öff­net dem Miss­brauch Tür und Tor. Bis­her ver­pflich­ten­de psy­cho­lo­gi­sche Gut­ach­ten ent­fal­len. Miss­bräuch­li­ches Ver­hal­ten wird nur gese­hen, wenn Män­ner sich bei­spiels­wei­se dem Kriegs­dienst durch „Selbst­be­stim­mung“ ent­zie­hen oder wenn Asyl­be­wer­ber sich ggf. eine neue Iden­ti­tät ver­schaf­fen wol­len. Wenn Frau­en Beden­ken äußern, dass sich Män­ner sehr ein­fach zur Frau dekla­rie­ren und in Frau­en­räu­me ein­drin­gen könn­ten, wird das von der gesetz­ge­ben­den Poli­tik als nicht zutref­fend, übertrieben oder gar als Lüge abgetan.

Der Straf­rechts­ver­tei­di­ger Udo Vet­ter wird hier sehr deut­lich: «Der Staat eröff­net mit die­sem Gesetz auch Exhi­bi­tio­nis­ten die Mög­lich­keit, sich ganz legal Zutritt zu Schutz­räu­men für Frau­en zu ver­schaf­fen» https://www.nzz.ch/feuilleton/selbstbestimmungsgesetz-anwalt-udo-vetter-kritisiert-buschmann-ld.1698036?reduced=true

Das Gesetz treibt einen Keil zwi­schen Eltern und Kinder

Mit dem SBGG wären Min­der­jäh­ri­ge ab 14 Jah­ren auch ohne Zustim­mung der Eltern in der Lage, mit­hil­fe eines Fami­li­en­ge­richts ihren Per­so­nen­stand zu ändern. Durch die rasan­te Zunah­me von angeb­li­chen trans Fäl­len, v.a. bei Mäd­chen, ist damit zu rech­nen, dass vie­le Jugend­li­che vom SBGG Gebrauch machen wer­den, z.T. irrever­si­ble Puber­täts­blo­cker ein­neh­men und sich künftig kör­per­ver­än­dern­den Ope­ra­tio­nen, z.B. Brust­am­pu­ta­tio­nen, unter­zie­hen werden.

Wäh­rend Geburts­sta­tio­nen schlie­ßen, schnellt die Anzahl sog. Gen­der­kli­ni­ken, die „Trans­gen­der­me­di­zin“ anbie­ten, in die Höhe: ein gutes Geschäft für Kran­ken­häu­ser und die Pharmaindustrie.

Das geplan­te Offen­ba­rungs­ver­bot mit Stra­fen bis 10.000 Euro erzwingt die gesell­schaft­li­che Lüge, ent­ge­gen bio­lo­gi­scher Tat­sa­chen eine Per­son als das zu bezeich­nen, was zu sein sie sich ger­ne wünscht, auch wenn ihr Geschlecht dem gewünschten nicht entspricht.

Die­sem Para­dig­men­wech­sel sol­len nun alle gehor­sam fol­gen, geht es nach dem Wil­len von sog. Trans­rechts­ak­ti­vis­tIn­nen. Auch Per­so­nen, die mit ihrem Geschlecht hadern, ste­hen dem kri­tisch gegenüber.

Die Grü­nen von Mönchengladbach

Nach dem Rücktritt von Klaus Bart­hels und Lena-Zings­heim-Zobel MdL rückt auf der Lis­te der Grünen Eva Engel­ken nach. Engel­ken hat­te sich wie­der­holt an ihre Par­tei gewandt und sie auf­ge­for­dert, sich von der frau­en­feind­li­chen Ideo­lo­gie und Gesetz­ge­bung zu distan­zie­ren und Frau­en­rech­te zu schützen. Anstatt sich mit begründeter Kri­tik aus­ein­an­der­zu­set­zen, haben sich Rats­frak­ti­on und Kreis­ver­band der Grünen Mön­chen­glad­bach von Engel­ken distan­ziert und ver­wei­gern jeg­li­che Zusam­men­ar­beit. https://lokalklick.eu/2023/06/28/gruene-verwehren-eva-engelken-beitritte-in-rats-und-bezirksvertretungsfraktion/

Durch die­ses für uns nicht nach­voll­zieh­ba­re Fest­hal­ten an einer Ideo­lo­gie hat die Frak­ti­on der Grünen nun in der Bezirks­ver­tre­tung Nord ihre Stim­men­mehr­heit ver­lo­ren. Im Stadt­rat selbst gibt es nur noch eine hauchdünne Mehr­heit der Ampel, bestehend aus SPD, FDP und Grüne, durch das 34-jäh­ri­ge Stadt­ober­haupt Felix Heinrichs. 

Was wir von Ihnen als Bür­ger­meis­te­rIn­nen und Stadt­rats­mit­glie­der erwarten

  1. Wir appel­lie­ren an Sie, die­sen Auf­ruf nicht zu unterstützen und unde­mo­kra­ti­schen Umtrie­ben kei­ne Bühne zu geben.
  2. Unterstützen Sie das Stadt­rats­mit­glied Eva Engel­ken gegen dif­fa­mie­ren­de, ver­ächt­li­che und frau­en­feind­li­che Kom­men­ta­re und Berichterstattung.
  3. Beden­ken Sie, dass sich eine gro­ße Grup­pe von Men­schen gegen eine ein­zel­ne Frau wen­det, um sie einzuschüchtern und mund­tot zu machen, wäh­rend sie ihre demo­kra­ti­schen Rech­te wahrnimmt.
  4. Sor­gen Sie dafür, dass im Stadt­rat MG Mei­nungs­frei­heit im Rah­men des GG herrscht.
  5. Wen­den Sie sich gegen die­se Ideo­lo­gie, die Frau­en bedroht, sie unsicht­bar macht und das Wohl von Kin­dern und Jugend­li­chen gefährdet.
  6. Sagen Sie Nein zum sog. Selbst­bestim­mungs­gesetz (SBGG)!

Aus daten­schutz­recht­li­chen Grün­den wer­den die Namen der Unter­zeich­ne­rin­nen und Unter­zeich­ner hier nicht veröffentlicht. 

Bereits 200 Unter­zeich­ne­rin­nen und Unterzeichner

Vie­len Dank und teilt die­sen Bei­trag gern wei­ter mit dem Hash­tag #Wir­Fuer­E­va

Arti­kel aus der Rhei­ni­schen Post

Demo gegen „Trans­feind­lich­keit“ vor Rheyd­ter Rathaus

Grü­nen-Mit­glied Eva Engel­ken rückt im Mön­chen­glad­ba­cher Stadt­rat für Lena Zings­heim-Zobel nach. Das ist jetzt Anlass für eine Kund­ge­bung, die unmit­tel­bar vor der Sit­zung statt­fin­det. Wor­um es geht, und wie Engel­ken dazu steht.

https://rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/moenchengladbach-demo-gegen-transfeindlichkeit-vor-ratssitzung-mit-eva-engelken_aid-97426547

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